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MODERNER VERKEHRSKNOTEN

Ort

Zell am Ziller

Bauherrschaft

Zillertaler Verkehrsbetriebe

Bauleiter

Fluckinger B., Rauch A., Eberharter G.

Leistungen

  • Öffentliche Bauten
  • Holzbau
  • Moderner Holzbau
  • Dach- und Deckenelemente
  • Tiefbau
  • Kanal- und Wasserleitungsbau
  • Kabel- und Leitungsverlegung
  • Baumeister/Hochbau
  • Neubauten
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„Bitte zurücktreten, der Zug fährt ein.“ Bis 2025 hielt die Zillertalbahn in Zell am Ziller vor einem ehrwürdigen Bahnhofsgebäude – traditionell in Gelb gefärbt. Die Nostalgie ließ bereits grüßen, die Zeit der Modernisierung war gekommen.

Doch es durfte nicht nur das Häuschen einem neuen Konzept weichen, im Endeffekt wurde das gesamte Bahnhofsgelände neu gebaut – mit Tiefgarage, einem modernen Warte- und Servicebereich, Kiosk und WC-Anlagen, Fahrrad- und Motorradstellplätzen, einem großzügig gestalteten Vorplatz und einer „markanten dynamischen Dachfigur“, um das Wording der beiden Architekten Hannes Schroll und Michael Kapeller widerzugeben. Gemeint haben sie damit die Überdachung des Bahnsteigs. Errichtet wurde dieses auffällige Bauwerk sowie die Tiefgarage, das Infogebäude und vieles mehr vom RIEDER Team.

Heiße Bauphase zu Beginn

Als das RIEDER Hochbau Team im Juni 2025 die Baustelle das erste Mal betrat, waren der Abbruch sowie Aushub der Baugrube bereits erfolgt und die Bohrpfahl- sowie Spritzbetonwände gefertigt. Die Mannschaft rund um Polier Gerhard Hotter schloss darauf an und errichtete die Tiefgarage mit Streifenfundamenten und Bodenplatten. An die strapaziösen Temperaturen in der Baugrube wird sich das RIEDER Hochbau Team wohl noch lange erinnern.

Es ging knifflig weiter

Mit dem Baufortschritt wurden die Temperaturen angenehmer, die Arbeiten blieben jedoch fordernd. Denn beim Aufstellen der 22 Schleuderbetonstützen für das markante Bahnsteigdach war millimetergenaue Arbeit gefordert. Parallel dazu fertigte das RIEDER Holzbau Team die Dachkonstruktion in der Abbindemaschine – u.a. bestehend aus 150 m3 Leimbindern sowie 1200 m2 50 mm starken Dreischichtplatten. Im November wurden die ausladenden Elemente auf die 22 Säulen gesetzt. Die Challenge war geglückt! Die Dachkonstruktion fügte sich perfekt in die Stützen ein.

In gewohnter Präzision führte das RIEDER Hochbau Team seine Arbeiten fort und errichtete das Infogebäude im Erdgeschoss sowie den Lift auf den Bahnsteig in Sichtbeton. Damit final alles wieder sauber und ordentlich war, realisierte das Team auch das circa 600 m2 große Kopfsteinpflaster aus Kleinsteingranit 11/11/11. Ergänzend dazu asphaltierte das RIEDER Asphalt Team den gesamten Vorplatz sowie die Tiefgarage inklusive Zu-, Auf- und Abfahrt.

Markant dynamische Dachfigur

Das Bahnsteigdach ist rundum eindrucksvoll. Damit es auf den filigranen Säulen platziert werden konnte und auch standhält, bedurfte es nicht nur präziser Konstruktion, sondern vor allem auch statischer Be rechnungen. Für die Statik wurde das htt 15 Holzbau Team Tirol engagiert, welches einige Optimierungen vorgab. Und so wurden zwei Träger mit Traversen zu essenziellen Gamechangern. Die Dimensionen sind jedenfalls beachtlich: In zwei Reihen wurden jeweils 11 Schleuderbetonsäulen aufgestellt. Das Dach be steht aus zweimal neun Hauptträgern (14 x 68) plus einmal Mal 28 x 40, zweimal zwei Hauptträgern (20 x 68) plus einem HEB-550-Täger (für die Statik) sowie den beiden Randträgern (14 x 112).

Viele Details für das RIEDER Tiefbau Team

Mit größtem Engagement war auch das RIEDER Tiefbau Team im Einsatz, das sich von September bis Dezember 2025 sowie im Frühling 2026 für viele Arbeiten verantwortlich zeichnete. Für einen besseren Einblick listet Gerhard Eberharter die wichtigsten Tätigkeiten: „Wir verlegten den Schmutzwasserkanal und bauten drei Rigolenversickerungen für Dachwässer ein. Dazu kamen Verlegungsarbeiten von 600 Metern Rohre DN 100–250 mm und 3000 Metern Kabelschutzrohre DN 150–160 mm. Außerdem versetzten wir zwei Filterbecken mit jeweils 24 Tonnen, eine Sedimentationsanlage, zwei zehntonnenschwere ÖBB-Kabelziehschächte und 16 weitere Kabelziehschächte. Natürlich kümmerten wir uns auch um die fachgerechten Verfüllarbeiten. Nicht zu vergessen ist der Unterbau der Gleise im Bahnhofsbereich, den wir auch errichteten.“

Während der Arbeiten von Juni 2025 bis April 2026 konnte das RIEDER Team viele seiner Stärken zeigen. Der Auftrag lief über den RIEDER Hochbau unter der Bauleitung von Bernhard Fluckinger, der in Folge RIEDER Holzbau, RIEDER Tiefbau, RIEDER Asphalt und RIEDER Fenster und Türen engagierte (letztere baute zwei Innentüren ein). Ein Hoch auf die RIEDER Teamarbeit!

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